Bogolandecken- Kissen und Schals ist eine Gestaltungstechnik die ursprünglich in Mali beheimatet ist. Die künstlerisch hochwertigsten Stücke stammen aus dem Gebiet Dogon. Dort hat sich das traditionelle Leben bis in die heutige Zeit erhalten und die Menschen sind bekannt für ihre Fertigkeiten in der traditionellen Kunst.
Bogolan sind feste grobstrukturierte handgewebte ca. 10 cm breite Baumwollstreifen, die zusammengenäht werden und dann der Bekleidung dienen (Hüfttücher, Schultertücher). Die Webarbeiten verrichten die Männer. Die Streifen werden zunächst mit Blättern (wahrscheinlich Reseda) gelb gefärbt. Auch wenn die Grundfarbe später braun oder schwarz wird, so ist die erste Färbung als Grundlage immer gelb. Erst dann wird in der zweiten Färbung braun mittels einer Baumrinde oder schwarz mit Schlamm gefärbt.

Bogolan mit gelben Untergrund und schwarzer Schlammzeichnung entstammt ursprünglich dem Gebiet Dogon. Die geometrische Zeichnung wird wahlweise frei aufgezeichnet oder mit einer Schablone aufgetragen. Die gelben und schwarzen Bogolanstoffe dienten als Kleidung für jedermann. Schwarze Bogolanstoffe mit weißer Zeichnung werden in einem Batikverfahren hergestellt. Die Färbung der Stoffe verrichten Frauen. Der Bogolan mit rostbrauner Grundfarbe diente ausschließlich als Jagdbekleidung der Männer. Der Bogolan mit weißer Grundfarbe und schwarzer Zeichnung diente als Brautkleid, insbesondere mit der kreuzförmig angeordneten stilisierten Kaurimuschel. Jede Sippe kennzeichnet ihre Kleidung durch eine bestimmte nur ihr eigene Anordnung der geometrischen Muster.

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