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WOLFGANG SAUS
......gehört heute zu den führenden Obertonsängern Europas, eine außergewöhnliche Stimme, die den Zuhörer tief in der Seele berührt.
Er arbeitete mit Musikern wie Gidon Kremer, Georges Pretre, Hellmut Rilling, Anders Ebey und Wolfgang Seeliger zusammen.
Mit seiner Vorliebe für zeitgenössische Musik erhielt er einen Gastspielvertrag am Stadttheater Aachen und wurde europaweit von Kammerchören zu internationalen Wettbewerben, Tourneen und zahlreichen Rundfunk- und CD- Einspielungen engagiert.
Er vertiefte seine Studien des Ensemble-Gesangs durch Fortbildungen, u.a. bei den King Singers aus Cambtridge.
Mit seiner klassisch ausgebildeten Stimme schafft er eine Verbindung von Stimm- und Klangexperimenten mit byzantinischer und gregorianischer Tradition.
Als diplomierter Naturwissenschaftler widmet er sich in Zusammenarbeit mit Hochschulinstituten der wissenschaftlichen Erforschung des Stimmklangs. Er entwickelte ein eigenes didaktisches Konzept, nach dem er sein Können im In- uns Ausland in Vorträgen und Unterricht an Universitäten, freien Bildungsträgern und Schulen weitergibt.
Wolfgang Saus leitet Workshops für professionelle Musiker und interessierte Laien, sowie Fortbildungen für Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, Chorleiter und Lehrer.
Obertöne - Aufbruch in ein neues Hörzeitalter
Obertongesang - ein Sänger singt zwei Töne gleichzeitig. Da spielt keine Flöte im Hintergrund, nein, diese helle kristallklare, fast unwirkliche Stimme entspringt tatsächlich der Kehle des einzelnen Sängers.Was sind Obertöne?
Obertongesang stammt aus Asien. Tibetische Mönche üben ihn bei rituellen Gesängen aus; in Südsybirien und in der Mongolei wird Obertongesang in der schamanischen und volkstümlichen Tradition verwendet. In Europa wurde diese Gesangstechnik Anfang der 1960er Jahre bekannt, vor allem durch Pioniere wie Karl:Heinz Stockhausen, Michael Vetter und Roberto Laneri.
Oberöne bestehen aus einer bestimmten Folge von Tonintervallen, einer Melodie , die man Naturtonreihe nennt. Sie entstehen überall dort, wo harmonische Schwingungen auftreten. Das ist nicht nur auf hörbare Frequenzen beschränkt. Auch Moleküle und die Planeten erzeugen (unhörbare) Obertöne nach dem gleichen physikalischen Prinzip wie die Stimme.
Obertöne gelten daher als Spiegel des Universums. Darin liegt vermutlich die Kraft und die Faszination, die von der Obertonmusik ausgeht. Obertöne sind der Ursprung aller Musik, und sie berühren archaische Muster in unserer Wahrnehmung. Sie können uns an unseren Ursprung zurückführen und neue kreative Energie freisetzen.
Sprechen ist Obertönen
Sprechen ist im Grunde eine Art unbewußten Obertongesangs. Die gesprochene Sprache verwendet die Obertöne der Stimme in Form klanglicher Symbole (Worte). Wir sind gewohnt in der Sprache diese Symbol - die Wortbedeutung - zu hören - und nicht die Musik der Silben.
Obertöne sind allen Sprachen gemeinsam, hierin gibt es keinen Unterschied zwischen den Menschen.
Klang der Seele
Obertonmusik ist Harmonie, Wärme, der Einklang des Menschen mit der Natur. Sie ist Ursprung der Menschheit, unverfälscht wie die Geburt. Es scheint so, als habe der Mensch diese Musik schon vor Jahrtausenden gemacht. Sie ist eine Musik, die die Seele berührt, mit einer beruhigenden Wirkung, die das Hören bewußter macht, uns Raum und Zeit vergessen läßt und uns in eine Leichtigkeit versetzt. Man entrückt der alltäglichen Hektik der Zeit, wird ruhig und entspannt.
Das Gehör wird feinsinniger und gewinnt die Aufmerksamkeit für hohe Frequenzen zurück, die ja die ursprüngliche Klangumgebung für den Menschen waren, bis er sich mit der Technik umgeben hat. Vogelgezwitscher und Blätterrauschen wird durch den Alltagslärm übertönt und daher nicht mehr wahrgenommen. Das Obertonsingen läßt uns derartige Geräusche wiedererkennen.
Nächstes Konzert in der Galerie Orient Lights: 5.10.2003 um 20 Uhr
Am 6.10.2003 workshop mit
Die sehr informative Website von Wolfgang Saus: http://oberton.org
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