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SHONA - Steinskulpturen aus SimbabweDie zeitgenössiesche Bildhauerkunst Simbabwes, erst in den 50er Jahren entstanden, hat durch internationale Ausstellungen große Beachtung und Anerkennung als modernes Kunstwerk erlangt. Führende Vertreter der ersten Generation dieser Kunstrichtung zählen zu den besten ihrer Zunft und ihre Werke sind in Museen und Sammlungen der ganzen Welt zu finden. Skulpturen aus Simbabwe lassen sich in kein Schema moderner westlicher Kunst einordnen. Unpassend auch Shona-Skulptur genannt, sind sie keine Stammeskunst, kein Gebrauchs- oder Ritualgegenstand. Sie sind Kunst um der Kunst willen. Durchaus afrikanisch sind sie in Thema und Motiv dem traditionellen Gefüge der Gesellschaft verbunden. Alte Weisheiten, überliefert in Legenden und Mythen Sprichwörtern und Liedern werden zum Ausdruck gebracht. Einen großen Themenkreis bildet eine spirituelle Welt, in der Felsen und Steine von Geistern der Ahnen beseelte Natur sind, Pflanzen, Tiere und Naturerscheinungen als Wohnsitze von Schutzgeistern gelten. Der Bildhauer liest im, kommuniziert mit dem unbehauenen Stein, dessen Geist ihn mitunter erkennen läßt welche Form er mit seiner Hilfe annehmen möchte oder er läßt sich von einer inneren Stimme leiten und arbeitet intuitiv, meist ohne vorherige Planung und Entwurf, direkt in den Stein hinein. Mit dem angeborenen Sinn für Volumen und Rhythmus folgt der Künstler den Konturen des vorgefunden Materials, reduziert die Darstellung auf ein Minimum von wenigen Linien, schafft Kontraste von polierter und rauhbelassener Fläche und lebendiger Textur der Oberfläche oder arbeitet den Stein voll aus. Viele Werke zeichnet ein großes Ausmaß an universaler Formensprache, Originalität und handwerklicher Perfektion aus. Die ungeschriebenen Regel, sich nicht zu kopieren, sondern immer auf der Suche nach einem eigenen Stil, einer eigenen Form, einer eigenen Sprache setzte eine große kreative Kraft frei. Eine zweite Generation von Bilhauern gab neue Impulse hinsichtlich der Themen und Ausdrucksformen, vertiefte den schon typischen Stil oder löste sich aus dem traditionellen Motivkreis. Die Darstellung von Gefühlen, sozialen und politischen Themen spielen zunehmend eine Rolle.
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