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| 20.04.2003 |
Der du legst den Pfeil des Unrechts auf den Bogen der Gewalt,
Hüt dich, eine herzdurchbohrende Spitze liegt im Hinterhalt.
Mag dein Pfeil durchdringen einen Eisenpanzer - es durchdringt
Einen Erzberg jeder Seufzer, der sich wunder Brust entringt.
Scheich Saadi aus Schiras 13. Jahrh.
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| 21.01.2003 |
Den Frieden wird einst finden, wer in dieser Welt ein Fremdling bleibt und sie ruhelos durchwandert wie der Mond die Nacht. Ein Blitz ist der Mensch, der geboren wird und dahinstirbt und nicht nach Dauer suchen soll im Hause des Leids. Setze dich hier nicht zur Ruhe, wo alles um dich vergeht, denn es würde dir später nur leid tun. Wenn du aber deinen Tod im Leben schon stirbst und dich losreißest von dieser Welt, die wie ein Dämon ist mit dem Gesicht eines Engels, so wirst du teilhaben an der Ewigkeit. Du selbst bist dein Schicksal, dein Tod und dein Leben. Zum Guten kommt Gutes, und Böses zum Bösen. Dein Geheimnis verrät das Echo vom Berg: es enthüllt nur, was du ihm zuvor anvertraut hast.
aus: Die Geschichte der Liebe von Leila und Madschnun
von Nizami
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| 11.09.2002 |
Für ganz unbefangene Leute, das heißt für Leute, welche dem Christentum fernstehen und nur durch Bücher und Erzählungen die friedfertige und Nächstenliebe predigende Lehre Jesus kennengelernt haben, muß es gewiß ganz unfaßlich scheinen zu sehen, wie deren Bekenner sich gegenseitig zu überbieten suchen, wer von ihnen die tödlichste und das Leben en gros vernichtende Waffe erfinden kann. Dergleichen aber nennt man hier Fortschritt. Ihr aber in Eurer Einfachheit werdet alle diese Künste, die hier Fortschritt genannt werden, wenn ihr alles und jedes, das dazu gehört zu sehen bekommen würdet, desssen bin ich ganz sicher - einfach als satanisch bezeichnen.
aus "Briefe nach der Heimat" Mitte des 19.Jahrhundert
Emily Ruete geb. Prinzessin Salme von Oman und Sansibar
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| 10.05.2002 |
Wenn die Zeit in ihrer Veränderung für unser Kalkül konstant ist.
Warum ist sie nicht für sich unendlich fest?
Und wenn der Mensch im Leben einen Anfang und ein Ende hat.
Wieso ist er nicht unsterblich ewig in seiner Nicht-Existenz?!
Khaled Abbas
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| 19.04.2002 |
Abû Schuraih Kuwailid Ibn Amr al-Khuzâ`î (r) berichtet, dass der Prophet (s) sagte: "Oh Allâh! Du weisst, dass ich die Verletzung der Rechte der beiden Schwachen, der Waisen und der Frauen, für schwere Sünde erkläre und dass ich davor warne." (Nasâ´î) Dies ist ein guter Hadîth (hasan)
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| 23.09.2001 |
Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so liegt der Fehler den du in ihm siehst in dir selbst. Reinige Dich von diesem Fehler, denn was dich in ihm stört, stört dich in dir selbst.
(Rumi nach einer Übersetzung aus dem englischen von Anna Santini)
Die Wahrheit ist bitter.
Fürchte Gott, so hast Du sonst niemanden zu fürchten.
(aus den Hundert Worten des Ali Ibn Abu Taleb
übersetzt aus dem arabischen von Heinrich Leberecht Fleischer)
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| 15.08.02001 |
Die Königin von Saba sandte Salomon vierzig Pferdeladungen Gold zum Geschenk. Als sie in Salomons Reich eintraf, sah sie, daß die Berge und Felder, ja selbst der Staub auf der Straße aus purem Gold waren. Tag um Tag fuhr sie auf Gold dahin, bis Gold jede Bedeutung und jeden Wert für sie verlor.
Als Salomon ihr Geschenk sah, lachte er laut auf. "Nie habe ich mir Geschenke jedweder Art ausgebeten oder auch nur gewünscht. Alles, worum ich dich bitte, ist: Sei der Geschenke würdig, die ich dir machen werde.
Tischgespräche Rumi
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| 03.07.2001 |
Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Worte
Achte auf Deine Worte
denn sie werden Handlungen
Achte auf Deine Handlungen
denn sie werden Gewohnheiten
Achte auf Deine Gewohnheiten
denn sie werden Dein Charakter
Achte auf Deinen Charakter
denn er wird Dein Schicksal
Talmud
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| 12.06.2001 |
Solange ich die Liebe, die du angeblich für mich hegst, nicht auf die Probe gestellt habe, ist sie mir nichts wert.
Antworte mir: Wenn ich dich durch einen Fleischwolf drehte und du kämst am Ende als Hackfleisch heraus, wärst aber noch am Leben, und wenn ich dich dann in deine ursprüngliche Gestalt zurückverwandelte, würdest du mich dann auch noch lieben?
Sufi Dichter aus Dagistan nach Scheich Nazim
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| 17.05.2001 |
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint Exupery
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| 20.03.2001 |
Die Musik ist das Knarren der Pforten des Paradieses.
Dschalaladdin Rumi
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| 06.02.2001 |
Der Vogel der Selbsterkenntnis. - Morgenländische Erzählung
"Aufrichtigkeit gegen sich selbst, mein Kind", sagte Fatme zu ihrer Tochter, "ist die schwerste Tugend."
"Die schwerste?" unterbrach sie Abassa; "gegen wen könnte man wohl aufrichtiger sein, als gegen sich selbst?" "Eben weil man das glaubt", erwiderte Fatme,"ist man es am wenigsten! Unsere Eigenliebe stellt uns immer in einem besserem Lichte dar, als wir andere handeln sehen, und können wir uns auch einen begangengen Fehler nicht ableugnen, so bemühen wir uns doch, ihn auf alle Weise zu beschönigen, und gehen wohl gar so weit, daß wir ihn aus einer guten Quelle herleiten. Wir beruhigen uns gar zu leicht dabei, wenn wir nur das Öffentliche vermeiden, und schlüpfen über die Erinnnerungen des unbestechlichen Richters in uns, unseres Gewissens, leicht hinweg."
"ich lege keinen Tag zurück", versetze Abassa, "ohne mir am Abend strenge Rechenschaft von meinen Gedanken und Handlungen abzufordern."
"Das ist lobenswert, meine Tochter", entgegnete Fatme, "allein dadurch ist noch nicht deine Aufrichtigkeit gegen dich selbst erwiesen, die Rechenschaft kann sehr parteiisch sein. Man wendet nirgend weniger Sorgsamkeit an als in der Erkenntnis seiner selbst. Willst Du dich einer Prüfung unterwerfen, so kann ich dir einen Rat erteilen?"
"Von wem nehme ich lieber einen guten Rat an"; sagte Abassa zärtlich,"als von meiner Mutter, welche mich über alles liebt und ohne Unterlaß sorgt, mich glücklich zu machen."
"Ein Weiser", fuhr Fatme fort, "hat einen wunderbaren Vogel; er ist zahm und zärtlich und liebkost alle, die ihm wohltun; sein Gefieder ist fein und zart und übertrifft den frischgefallenen Schnee an Weiße"-
"Und sein Gesang?" unterbrach sie Abassa.
"Außer einigen unbedeutenden Lauten", fuhr Fatme fort," ist er stumm; er schweigt sogar, wenn er seine wenigen Bedürfnisse fühlt und die Unachtsamkeit seines Besitzers ihn darben läßt. Allein das Wunderbarste ist, daß er jedesmal, wenn sein Besitzer die Aufrichtigkeit gegen sich selbst verletzt, eine rote Feder an seiner Brust bekommt, die umso röter wird , je größer der begangene Fehler ist. Willst du deine Aufrichtigkeit gegen dich prüfen, so will ich den Vogel von dem Weisen kommen lassen:"
"Laß ihn kommen, meine Mutter!" rief Abassa zuversichtlich, "ich bin neugierig, einen so wunderbaren Vogel zu sehen!"
"Fürchtest Du nicht;" entgegnete Fatme zärtlich lächelnd, "daß deine Neugierde an der weißen Brust des Vogels eine rote Feder hervortreiben möchte?"
"Wenn meine Neugierde," antwortete Abassa etwas beschämt, "an mir fehlerhaft ist, so werde ich dadurch aufmerksam gemacht, sorgfältiger über mich zu wachen; aber wie heißt dieser sonderbare Vogel?"
"Der Vogel der Selbsterkenntnis", anwortete Fatme.
"Und am Ende wird wohl seine ganze Brust rot?" fragte Abassa wieder.
"Die roten Federn"; belehrte sie Fatme "vermehren sich an jedem Tag mit den Fehlern; sie verlieren aber die Nacht ihre Färbung, und die Brust erscheint am andern Morgen wieder ganz weiß."
"Das ist schön!" rief Abassa, "das heißt die Fehler zwar verweisen, aber doch auch gutmütig vergessen."
"Wenn du die Verweise vergißt", versetzte Fatme, "so bekommt der Vogel am Morgen auf einmal alle die gestrigen roten federn wieder."
Abassa bestand, der sanften Warnung ihrer Mutter ungeachtet, darauf, daß der Vogel gebracht werde. Sie fühlte zwar eine geheime Furcht; indessen sie hatte sich einmal zur Prüfung erboten, und ihre Eitelkeit erlaubte nicht, ihr Wort zurückzunehmen.
Ich werde sorgfältig über mich wachen", sagte sie zu sich selbst;"und gesetzt die roten Federn machten mich auf meine Fehler aufmerksam, so werde ich dadurch auf die Bahn gebracht, mich immer genauer kennenzulernen."
Sie nahm den Vogel so wie er ankam, in Verwahrung, Wartung und Pflege, und vor Freude außer sich eilte sie zu ihrer Mutter, sowie die Dämmerung des Abends eintrat, und verkündete ihr, daß der Vogel keine roten Federn heute bekommen habe.
"Wie lange hast du ihn bei dir?" fragte Fatme lächelnd.
"O schon beinahe zwei Stunden!" rief Abassa, "ich nahm ihn den Augenblick in Verwahrung, sowie er ankam."
"Erst zwei Stunden?" fragte Fatme sanft; "und wie, mein Kind wenn in dem Augenblicke das zu große Selbstvertrauen in deine Aufrichtigkeit, eine rote Feder bewirkt hätte? Wenn es nicht wäre, würde ich die wunderbare Eigenschaft des Vogels bezweifeln."
Etwas schüchtern bat Abassa ihre Mutter, sie in ihr Gemach zu begleiten, und noch schüchterner trat sie vor den Vogel - Schamröte von einigen großen Tränentropfen begleitet, überzog ihr Gesicht, als sie eine große rosenrote Feder erblickte. -
"Schließe von dem einen Falle auf alle anderen", sagte Fatme, indem sie ihre Tochter zärtlich an den Busen drückte; "wie du bei dem einen nicht aufrichtig gegen dich selbst warst, so wirst du es in mehreren finden. So lange sich aber bei Wahrnehmung eines unerkannten Fehlers deine innere Empfindung, so wie jetzt in deinem Gesicht abdrückt, so lange hast du noch Hoffnung, besser zu werden. Schämst du dich aber eines Fehlers nicht mehr, so wird dich auch kein Wundervogel bessern.
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| 06.01.2001 |
Was dir Gutes beschieden ist, das sucht dich auf; darum bleibe du ruhig.
aus "Verstreute Perlen - dhal" Ali Ibn Abu Talib
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| 10.12.2000 |
...Bewahre Allah, dann findest du Ihn vor dir. Mache dich vertraut mit Allah im Überfluß, dann kennt er dich im Elend. Wisse, daß das, was dich verfehlte, dich nicht getroffen haben sollte, und das, was dich traf, dich nicht verfehlt haben sollte. Und wisse, daß der Sieg mit der Geduld (einhergeht), der Trost mit der Sorge und mit der Not die Erleichterung.
Hadith
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| 10.11.2000 |
Gemein ist, wer das Land aus eigenem Interesse an sich bindet.
Und ein Ungebildeter, wer giert nach etwas, was anderen gehört.
Das Leben auf Erden geht dahin , es dauert nicht lange.
ca. 2100 v. Chr. aus den Lehren des Cheti für seinen Sohn Merikare
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| 01.09.2000 |
Jesus antwortete:"Philippus, Gott ist ein Gut, ohne das kein Gutes ist; Gott ist ein Wesen, ohne das nichts ist, was ist; Gott ist ein Leben, ohne das nichts ist, was lebt, so groß, daß er alles erfüllt und überall ist. Er allein hat nicht seinesgleichen. Er hat keinen Anfang, noch wird er je ein Ende haben, aber allem hat er einen Anfang gegeben und allem wird er ein Ende geben. Er hat weder Vater noch Mutter, er hat weder Söhne noch Geschwister, noch Gefährten. Und weil Gott keinen Körper hat, darum ißt er nicht, schläft er nicht, bewegt er sich nicht, sondern er bleibt auf ewig ohne menschliche Ähnlichkeit, da er nicht zusammengesetzt ist, nicht stofflich und von einfacher Beschaffenheit. Er ist so gut, daß er nur das Gute liebt; er ist so gerecht, daß wenn er Straft oder vergibt, ihm nicht widersprochen werden kann. Kurzum, Ich sage dir Philippus, daß du Ihn hier auf Erden weder vollkommen sehen noch kennen kannst; aber in seinem Königreich wirst du ihn für immer sehen. Hierin besteht all unsere Glückseligkeit und Herrlichkeit." Philippus anrwortete:"Herr was sagst du? Gewiß steht bei Jesaja geschrieben, daß Gott unser Vater ist, wieso hat er dann keine Söhne?"
Jesus antwortete:"Es stehen bei den Propheten viele Gleichnisse geschrieben, achte also nicht auf den Buchstaben, sondern auf den Sinn. Denn alle Propheten, das sind hundertvierundvierzigtausend, die Gott in die Welt geschickt hat, haben dunkel gesprochen. Aber nach mir wird der Glanz aller Propheten und Heiligen kommen und Licht werfen auf die Dunkelheit, alldessen , was die Propheten gesagt haben, weil er der Gesandte Gottes ist." Und als Jesus so gesprochen hatte, seufzte er und sagte:" Hab Gnade mit Israel, o Herr und Gott, und schau mit Mitleid auf Abraham und seine Nachkommen, damit sie dir dienen mögen mit der Wahrheit des Herzens.
aus dem (apokryphen) Barnabas Evangelium
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| 01.08.2000 |
Vom Führer der Gläubigen, Umar ibn Al-Hattab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, der gesagt hat: Ich hörte Allahs Gesandten salla Allah u alihi wa sallam sagen:
Die Taten sind entsprechend den Absichten, und jedem Menschen (gebührt), was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternahm, dessen Auswanderung war für Allah und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung um der Welt willen unternahm, sie zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung war für das, dessentwegen er auswanderte.
Dies berichteten die beiden Häupter der Hadit-Gelehrten, Muhammad ibn Isma'il ibn Ibrahim Al-Mugira ibn Bardizba Al-Buhari und Moslim ibn Al-Haggag ibn Moslim Al-Qusairi An-Nisaburi, in ihren beiden Sahih(-Werken), den zuverlässigsten der Musannaf-Bücher.
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| 01.07.2000 |
TIMAIOS: Laßt uns denn sagen, aus welchem Grunde die Schöpfung und dies All der Gründer gegründet hat. Gut war er, Gutem aber kommt nirgends und niemals Neid an, und von diesem frei wollte er, daß alles ähnlich werde so sehr wie möglich ihm selbst. Diesen Anfang von Schöpfung und Welt, von weisen Männern überliefert, wird man mit meistem Recht als gültigen anerkennen. Denn weil der Gott wollte, daß alles gut, nichts aber, so viel an ihm liege, schlecht sei, so ergriff er alles was sichtbar war,da es nicht Ruhe hielt, sondern wirr und unordentlich sich bewegte, und führte es zur Ordnung aus der Unordnung, denn er hielt jene für durchaus besser als diese. Es durfte aber und darf der Beste nichts anderes vollbringen als das Schönste. Nachdenkend fand er nun, daß kein geistloses der von Natur sichtbaren Werke jemals einem, das Geist hat, als Ganzes dem Ganzen an Schönheit,vorangehen würde, daß aber auch Geist ohne Seele unmöglich einem zuteil werden kann. Gemäß dieser Erwägung, Geist in Seele, Seele in Leib gründend, baute er das Weltall auf, damit es seiner Natur nach so schön wie möglich sei und er das beste Werk wirke.
Aus Timaios - Platon
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| 10.05.2000 |
Ohne Dein Wort hat die Seele kein Ohr -
Hat keine Zunge sie ohne Dein Ohr...
Aus dem Diwan - Rumi
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| 10.04.2000 |
Drei Eigenschaften gibt Allah dem, den er liebt:
eine Freigibigkeit wie die des Ozeans,
eine Milde wie die der Sonne
und eine Demut wie die der Erde.
Abu Yasid Bistami
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| 10.03.2000 |
Ich sah mit Staunen und Vergnügen
Eine Pfauenfeder im Koran liegen,
"Willkommen an dem heilgen Platz,
Der Erdgebilde höchster Schatz!
An dir, wie an des Himmels Sternen
Ist Gottes Größe im kleinen zu lernen
Daß er, der Welten überblickt,
Sein Auge hier hat aufgedrückt,
Und so den leichten Flaum geschmückt,
Daß Könige kaum unternahmen,
Die Pracht des Vogels nachzuahmen.
Bescheiden freue dich des Ruhms!
So bist du wert des Heiligtums."
Goethe aus "West-östlicher Divan"
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| 02.02.2000 |
Das Meer flutet immer
Das Land behält es nimmer
Aus: West-Östlicher Diwan von Goethe
Der heilige Kämpfer ist jener, der mit sich selbst kämpft.
Aus: Karawane der Träume; Kap.Worte des Propheten.
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12.01.2000 |
Wisse: Der Schlüssel zur Erkenntnis Gottes ist die Selbsterkenntnis. Darum ist gesagt worden:"Wer sich selbst erkannt hat, der hat seinen Herrn erkannt", und darum heißt es im Worte Gottes:"Wir werden sie unsere Zeichen sehen lassen an den Enden der Erde und in ihnen selbst, auf das offenbar werde, daß es die Wahrheit ist".
Es gibt nichts, was dir näher wäre, als du selbst. Wenn du dich aber selbst nicht kennst, wie willst du dann andere kennen? Sagst du:"Ich kenne mich doch!" so irrst du dich, denn solche Erkenntnis taugt nicht zum Schlüssel für die Erkenntnis Gottes. Auch die Tiere kennen so viel von sich selbst wie du von dir. Dies äußere Haupt und dies Gesicht, diese Hand und diesen Fuß, dies Fleisch und diese Haut, die kennst du,sonst nichts; von deinem Inneren aber weißt du gerade so viel, daß du issest, wenn du hungrig bist, die Menschen angreifst, wenn du zornig wirst, und nach Begattung strebst, wenn die Begierde über dich kommt. Darin aber sind dir alle Tiere gleich.
Darum sollst du nach Erkenntnis deines wahren Wesens streben, was du bist, woher du gekommen bist, wohin du gehst, und zu welchem Zwecke du für diese paar Tage in diese Karawanserei gekommen bist, wozu du erschaffen bist, worin dein Glück besteht und wodurch du glücklich wirst, worin dein Elend besteht und wodurch du elend wirst."
Aus: Das Elixier der Glückseligkeit von Al Ghasali
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29.12.1999 |
Der Mensch lebt weiter,
auch nachdem er den Hafen
des Todes erreicht hat und
seine Werke sind vollzählig bei ihm.
Lehre des Königs Cheti
um 2100 v.Chr
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